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Katze und Maus in Gesellschaft

Einst wohnten in einem kleinen Häuschen am Rande des Waldes der Kater Mink und die Maus Oli friedlich zusammen.
Mink war ein verwöhnter Kater, denn er schleckte allzu gerne Sahne, manchmal auch Schokolade.
Oli, die Maus, naschte auch gerne, aber sie war lange nicht so verwöhnt wie der dicke Kater.

Das Häuschen war unterteilt in zwei Wohnhälften, die eine Hälfte  nutzte Mink und die andere Oli.
Der Kater  besaß ein wundervoll weiches Schmusekissen, reichlich Futter und einen Napf, aus dem er immer fraß.

Oli hingegen war bescheidener. Sie nannte nur ein kleines Mäusebett ihr Eigentum, sowie eine Ecke Käse und etwas zu saufen. Aber Oli war zufrieden.
Und...eigentlich verbrachten sie ihre gemeinsamen Tage immer ohne Streit.

 

Doch – wenn man plötzlich Appetit auf etwas hat, was dem Nachbarn gehört, dann kann sich
das ganz schnell ändern!
Und so – auch in. dieser Geschichte...

Das Mäuschen träumte schon lange von leckerer Sahne und eines Tages entdeckte sie, dass im
Napf ihres Nachbarn etwas davon übrig geblieben war. Oh, sie wollte gerne mal wieder so einen Festschmaus genießen!

Der Kater war außer Haus und das Mäuschen betrachtete voll Verlangen die Sahnereste in Minks Napf. Ihm tropfte das Schnäuzchen. Oli schlich sich heran und schwupp, schleck –das süße Mahl verschwand in seinem Bauch.
Nun wurde die Maus müde und blieb einfach so, gleich neben dem Napf, liegen.

Als der Kater von der Jagd heim kam und die Maus neben seinem leeren Fressnapf sah, bekam er riesige Wut. Nun war die Freundschaft aus und er fauchte das Mäuslein an und erklärte ihm, dass er es zum Abendbrot verspeisen würde.

Oli, die Maus, lief davon und  rannte voller Angst durch alle Räume, der wütende Kater war  ihr dicht am Fell... Plötzlich geriet Oli in eine Sackgasse und es gab kein Entrinnen mehr.
Der zornige Kater rief: „Na warte, jetzt werde ich dir deine Strafe erteilen!“
Das Mäuslein piepste angstvoll: „Bitte, bitte friss’ mich nicht! Wir haben doch immer so gut miteinander gelebt. Magst du mich denn gar nicht mehr? Weißt du, ich wollte doch nur mal  so was Feines probieren – ich wollte nicht stehlen!“ Und mit ihren kleinen Äuglein sah sie ihren großen Freund so lieb an, dass jener erwiderte: „Nun gut, aber versprich mir, dass du das nächste Mal, wenn du etwas Gutes von mir kosten willst, erst fragst!“
Oli versprach es.

Nach diesen versöhnenden Worten teilte der dicke Kater Mink sogar seine Beute mit seiner kleinen Freundin.

Und... friedlich umarmt schliefen Beide nach dem Schmaus auf dem Kuschelkissen ein.



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